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Pipeline Actions

Pipeline Actions sind die Bausteine von SDA Pipelines. Jede Action steht für einen abgegrenzten, deterministischen OT-Vorgang, der auf einem einzelnen Gerät oder flottenweit ausgeführt werden kann. Actions werden in der Cloud orchestriert und sicher über das SDA Gateway ausgeführt, wodurch die lokale OT-Ausführung gewährleistet wird, ohne das Steuerungsnetzwerk offenzulegen.

Nicht alle Actions werden von jedem Hersteller unterstützt. Die Funktionen hängen von den APIs, Engineering-Werkzeugen und Protokollzugriffen ab, die die jeweilige Plattform bereitstellt. Herstellerspezifische Kompatibilitätsinformationen finden Sie in der Pipeline Action Capability Matrix by Vendor.

Die folgenden Abschnitte beschreiben jede verfügbare Pipeline Action.


Project Backup​

Führt eine automatisierte Sicherung einer PLC, eines HMI oder eines Antriebs durch, indem die Projekt-, Programm- oder Konfigurationsdateien vom Gerät abgerufen werden.
SDA legt das resultierende Backup versioniert und mit Zeitstempel im Projekt-Repository ab. Dies gewährleistet konsistente Wiederherstellungspunkte, reduziert manuellen Engineering-Aufwand und erhält die historische Nachvollziehbarkeit.

Typische Anwendungsfälle:

  • Tägliche oder wöchentliche Backup-Zeitpläne
  • Backup-vor-Deployment-Workflows
  • Audit-Konformität und Versionsaufbewahrung
  • Erfassung von Änderungen, die an der Maschine vorgenommen wurden

FTP Backup​

Stellt über FTP oder SFRP eine Verbindung zu einem Gerät oder Dateisystem her, um Backup-Dateien, Konfigurationssätze, Programmarchive oder Logs abzurufen.
Ideal für Geräte, die Dateizugriff über FTP bereitstellen, jedoch keine nativen APIs für Projektsicherungen unterstützen.

Typische Anwendungsfälle:

  • Sicherungen von Antrieben/Motion Controllern
  • Sicherungen von Roboterkonfigurationen
  • Extraktion von Log- und Diagnosedateien

SMB Backup​

Nutzt das SMB/CIFS-Protokoll, um auf Freigabeordner auf Geräten oder Engineering-Hosts zuzugreifen und Backup-Artefakte abzurufen.
Verbreitet in OT-Umgebungen, in denen Windows-basierte Engineering-Werkzeuge Projektdateien in freigegebenen Verzeichnissen ablegen.

Typische Anwendungsfälle:

  • Sicherung von Projekten oder Rezepturen, die auf Windows-Panels gespeichert sind
  • Abruf freigegebener Konfigurationsdateien
  • Zugriff auf gerätespezifische Projektverzeichnisse

Deployment​

Verteilt eine Projektversion aus dem SDA-Repository auf ein oder mehrere Geräte.
Diese Action nutzt typischerweise herstellerseitige Engineering-Software, APIs oder CLI-Werkzeuge, die lokal über das Gateway ausgeführt werden.

Typische Anwendungsfälle:

  • Produktions-Rollouts
  • Deployments auf mehrere Geräte
  • Automatisierte „Build → Deploy → Validate“-Workflows

Update Device Firmware​

Aktualisiert die Firmware auf unterstützten Geräten mithilfe herstellerfreigegebener Firmware-Pakete.
SDA stellt sicher, dass Firmware-Dateien sicher gespeichert werden und Updates in einem kontrollierten, schrittbasierten Prozess ablaufen.

Typische Anwendungsfälle:

  • Vereinheitlichung der Firmware über Produktionslinien hinweg
  • Zyklen für Security-Patches
  • Automatisierte Wartungsfenster

Read Variables from Device​

Liest Laufzeitvariablen, Tags oder Datenpunkte von einem Gerät.
SDA speichert die erfassten Werte als Teil des Pipeline-Ausführungsprotokolls und stellt sie nachgelagerten Schritten zur Verfügung.

Typische Anwendungsfälle:

  • Sicherheitsprüfungen vor dem Deployment
  • Erfassung des Maschinenzustands vor Updates
  • Parameter-Audits und Konformitätsprüfung
  • Abruf von Geräteparametern für eine API-Integration/-Logik

Write Variables to Device​

Schreibt eine oder mehrere Laufzeitvariablen oder Parameter auf ein Gerät.
Die Werte können statisch in der Pipeline definiert oder dynamisch aus vorherigen Schritten übergeben werden.

Typische Anwendungsfälle:

  • Einstellen von Maschinenparametern
  • Aktualisierung von Zählern oder Zeitstempeln
  • Vorbereitung von Geräten vor Deployment oder Test

Device Snapshot​

Erfasst eine zeitpunktbezogene Momentaufnahme der Gerätemetadaten und Betriebsmerkmale.
Je nach Herstellerunterstützung können dies Firmware-Versionen, IP-Konfiguration, Gerätezustand, Projektname, Diagnosezähler und weitere Systeminformationen sein.

Typische Anwendungsfälle:

  • Baseline-Erfassung vor Deployments
  • Zustandsprüfungen
  • Aktualisierung des Anlageninventars

Rotate Control Password​

Aktualisiert Geheimnisse auf Steuerungsebene (Passwörter/Zugangsdaten, Zertifikate oder Token) auf unterstützten Geräten.
Diese Action sorgt für eine konsistente Rotation von Zugangsdaten im Einklang mit den Sicherheitsrichtlinien des Unternehmens. Geheimnisse werden in einem Security Hub - Vault gespeichert.

Typische Anwendungsfälle:

  • Monatliche oder quartalsweise Passwortrotation
  • Workflows zur Einhaltung von Sicherheitsvorgaben
  • Flottenweite Härtung von Zugangsdaten

Library Upgrade​

Aktualisiert Bibliotheken oder Codemodule innerhalb eines PLC-Projekts gemäß den herstellerseitig unterstützten Mechanismen.
Diese Action ermöglicht die zentrale Durchsetzung von Bibliotheksversionen und einheitlichen Codestandards über Engineering-Teams hinweg.

Typische Anwendungsfälle:

  • Aktualisierung gemeinsam genutzter Funktionsbausteine über Maschinen hinweg
  • Durchsetzung von Standard-Bibliotheksversionen
  • Vorbereitung von Projekten vor dem Deployment